Call for Papers

Deadline: Feb 1, 2017

Please submit your proposal through the form at the bottom of this page. If you have any questions, please email riemenschneider2017@gmail.com.

(deutsche Version unten)

In 1980, Michael Baxandall introduced the sculptor Tilman Riemenschneider and his artistic milieu to English-speaking art historians—specialists and non-experts alike—with his book The Limewood Sculptors of Renaissance Germany. This publication appeared just a year prior to the first major exhibition of Riemenschneider’s early works in Würzburg's Mainfränkisches Museum (1981). In the wake of Baxandall's contribution, several major exhibitions, including those in Washington, Nuremberg, and Würzburg, have been dedicated to the sculptor vis-a-vis his contemporaries in southern Germany.  These exhibitions and accompanying volumes have promoted inquiry into Riemenschneider's commissions, his workshop practice, and the contemporary artistic climate.  The museum instigation of much of the scholarship on Riemenschneider to date has led the sculptor’s works that survive in situ, and are too large, heavy, or fragile to travel, to receive comparatively little scholarly attention.

The Riemenschneider in Situ conference aims to redress this gap in scholarship not only by examining the in situ artworks themselves but also the spaces in which they were installed. To this end, we encourage papers that probe Riemenschneider’s consideration of pre-existing architecture, devotional and liturgical rituals, or ecclesiastical furnishings before executing his works. How did Riemenschneider accommodate or shape viewer’s movements through these spaces?  Have we fully acknowledged the correspondences between products from his workshop and those of common woodworkers and stonemasons? Can we reconstruct any of the sacred spaces in which his commissions, now displaced to museums, once stood? From an historiographic standpoint, especially in light of his mechanical workshop practices, is it time to problematize his appellation "late Gothic sculptor" in the regional, in situ company of early-moderns like Albrecht Dürer? Finally, we also welcome papers about his afterlife and any unfamiliar works within and without Franconia, which might bear an ex post facto footprint of his workshop.

In accordance with its stated objectives, the conference will consist of two parts: papers and excursions. Conference papers are open to the public and will be administered in Tagungsort Wildbad. On the final day of the conference, those who delivered papers will visit specific sites related to the conference in the Franconian region immediately surrounding Rothenburg for further presentations and discussion.

 

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1980 stellte Michael Baxandall mit seinem Buch The Limewood Sculptors of Renaissance Germany den Bildhauer Tilman Riemenschneider und sein künstlerisches Milieu der englischsprachigen Kunstgeschichte—Spezialisten und Nicht-Experten gleichermaßen—vor. Diese Veröffentlichung erschien knapp ein Jahr vor der ersten großen Ausstellung über Riemenschneiders Frühwerk im Mainfränkischen Museum in Würzburg (1981).  Dem Beitrag von Baxandall folgten weitere wichtige Ausstellungen, einschließlich derjenigen in Washington, Nürnberg, und Würzburg, die dem Künstler und seinen süddeutschen Zeitgenossen gewidmet wurden.  Diese Ausstellungen und die sie begleitenden Publikationen förderten die Forschungen im Bereich der Auftrags- undWerkstattpraxis sowie des zeitgenössischen künstlerischen Umfelds von Riemenschneider.  Die Tatsache, dass manche Forschung durch museale Ausstellungen beeinflusst wurde, führte zu einer gewissen Vernachlässigung der großen, schweren und zum Transport zu fragilen Werke, die in situ erhalten sind.

Das Ziel der Tagung Riemenschneider in Situ ist, diese wissenschaftliche Lücke zu schließen. Es soll also darum gehen, sowohl Licht auf die einzelnen Werke zu werfen, die sich nicht in Museen befinden, als auch zu analysieren, wie diese Werke und ihre jeweiligen Räume miteinander korrespondieren. D.h. wie Riemenschneider seine Werke als Bestandteil dieser Räume entworfen hat. Daher suchen wir Beiträge, die Riemenschneiders Berücksichtigung von der existierenden Architektur, von liturgischen Ritualen, oder von kirchlichen Ausstattungen genauer untersuchen.  Wie hat Riemenschneider die Bewegung des Betrachtenden durch diese Räume erfasst oder gestaltet?  Gibt es Korrespondenzen zwischen Erzeugnissen seiner Werkstatt und die der Tischler, Schreiner und Steinmetze?  Können wir uns eine Vorstellung von den sakralen Räumen machen, in denen seine Kunstwerke, die sich nun in Museen befinden, ursprünglich gestanden haben?   Könnte seine Bezeichnung als „spätgotischer Bildhauer“ vor einem historiographischen Standpunkt aus gesehen problematisch sein, besonders in Bezug auf seine mechanischen Werkstattverfahren und seine frühneuzeitliche Zeitgenossen wie Albrecht Dürer?  Wir suchen zudem Beiträge, die von seinem Nachleben und von unbekannten Werken handeln, die einen ex post facto Abdruck seiner Werkstatt zeigen. 

Die Tagung besteht aus zwei Teilen: Referate und Exkursionen.  Die öffentlichen Vorträge werden im Tagungsort Wildbad stattfinden. Am letzten Tag werden alle Referenten die Möglichkeit haben, verschiedene relevante Orte in der Umgebung zu besuchen, um dort weitere Präsentationen zu halten und an Diskussionen teilzunehmen.


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